Gerichtsurteil : Hartz-IV-Empfänger erschlich sich 15.500 Euro

Ein 46-Jähriger ist wegen Erschleichens sozialer Leistungen zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte zwei Jahre als Chatmoderator gearbeitet und diese Tätigkeit der Arbeitsagentur verschwiegen.

Wegen einer nicht gemeldeten Tätigkeit bei einer Hotline "für einsame Damen" ist ein "Hartz-IV"-Empfänger aus dem Barnim verurteilt worden. Das Amtsgericht Bernau verhängte gegen den Mann eine Strafe von acht Monaten Haft auf Bewährung, wie das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) am Donnerstag mitteilte. Der 46-Jährige sei von 2005 bis 2007 als Chatmoderator bei der von einer niedersächsischen Firma betriebenen Hotline beschäftigt gewesen. Statt dies der Agentur für Arbeit mitzuteilen, habe er weiter "Hartz-IV"-Leistungen bezogen.

Der Schaden belaufe sich auf 15.500 Euro, hieß es weiter. Diese Leistungen müsse der Mann zurückzahlen. Das Urteil sei rechtskräftig. Auf welche Weise die Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf die Spur des Mannes gekommen waren, wurde nicht mitgeteilt.

Die Behörde verweist darauf, dass bei vorsätzlichem Verstoß gegen die Meldepflicht und Weiterbezug der Sozialleistungen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren drohen. (nal/ddp)

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