GERICHTSURTEIL : Terrorverdächtiger muss angeklagt werden

US-Präsident George W. Bush hat im Streit um die Inhaftierung Terrorverdächtiger eine neue juristische Niederlage erlitten. Ein Bundesgericht in Richmond erklärte es für nicht rechtens, dass der mutmaßliche Al-Qaida-Aktivist Ali Saleh Kahkah al Marri seit vier Jahren ohne Anklage von der US-Armee in einem Militärgefängnis im Bundesstaat South Carolina festgehalten wird. „Der Präsident hat nicht die Befugnis, das Militär anzuweisen, Marri unbegrenzt festzuhalten“, urteilte das Gericht. Die Richter wiesen mit dem Urteil die Argumentation der Regierung zurück, wonach der 41-Jährige als „feindlicher Kämpfer“ unbestimmte Zeit inhaftiert werden könne und kein Recht auf Zugang zur US-Justiz habe. Der aus Katar stammende Marri ist der einzige Terrorverdächtige, der auf dem Boden der USA festgehalten wird. Er wird verdächtigt, einer „Schläferzelle“ des Terrornetzwerks Al Qaida angehört zu haben. Er war am 10. September 2001 in die USA eingereist. AFP