Geschäftszahlen : Disney-Konzern steigert Gewinn

Mit Themenparks und Kinohits steigert der US-Konzern Disney seinen Gewinn. Auch die Tatsache, dass der Dollar gefallen ist und Touristen die Themenparks lieber besuchen, hat zum Gewinnzuwachs beigetragen.

BurbankDer amerikanische Medien- und Unterhaltungskonzern Walt Disney hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der TV-Sparte, der Themenparks und erfolgreicher Kinofilme deutlich mehr verdient. Der operative Gewinn legte in allen Bereichen zu. Die Disney-Parks in den USA profitierten dabei auch vom schwachen Dollar, der den Besuch für Touristen günstiger macht und US-Bürger eher im eigenen Land Urlaub machen lässt.

In der Kinosparte ließen unter anderem "Fluch der Karibik" und "Cars" die Kassen klingeln. Der Überschuss des Konzerns kletterte im Geschäftsjahr 2006/2007 (30. September) um fast 40 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar, gab Disney am Aend nach Börsenschluss in Burbank (Kalifornien) bekannt. Je Aktie verdiente das Unternehmen 2,25 Dollar nach 1,64 Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stieg um gut 5 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar (24,2 Mrd Euro).

Themenparks erfolgreich

Die Mediensparte, der größte Konzernbereich mit TV-Sendern und Kabelfernsehen, verdiente unter anderem dank höherer Werbeeinnahmen gut - so wie auch beim größten Wettbewerber Time Warner. Die Sparte erwirtschaftet gut 40 Prozent des Disney-Umsatzes und mehr als die Hälfte des Betriebsergebnisses.

Im zweitgrößten Geschäft, den Themenparks, trug auch das europäische Disneyland Resort Paris zum höheren operativen Gewinn bei. In der Kino- und Musiksparte sorgten neben den Kassenschlagern auch Musical-Soundtracks wie "High School" für höhere Gewinne. Dieser Bereich stagnierte als einziger beim Umsatz, nachdem bereits im Vorjahr sehr erfolgreiche Kinohits die Latte hoch gelegt hatten. Auch beim Merchandising, der kleinsten Sparte, legte Disney zu. Im vierten Quartal erhöhte sich der Umsatz lediglich um drei Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte um 12 Prozent auf 877 Millionen Dollar zu. (mit dpa)