Der Tagesspiegel : Gewalt von Rechts: Chronik rechtsextremer Straftaten seit Jahresbeginn

Zusammengestellt von Frank Jansen

1. Januar: In Boitzenburg (Uckermark) schlägt eine Gruppe von etwa 15 Neonazis auf einen jungen Aussiedler und seinen Vater ein.

1. Januar: Das antirassistische "Info-Café" in Belzig wird mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Polizei nimmt einen 17-jährigen Belziger fest, der im Beisein der Beamten den Hitlergruß gezeigt hat.

1. Januar: Ein Gruppe junger Männer grölt Nazi-Parolen in Bad Wilsnack (Prignitz). Passanten schreiten ein, die Rechtsextremen schlagen einen 26-jährigen.

1. Januar: In Menz (Oberhavel) skandieren etwa zehn Jugendliche "Sieg Heil".

1. Januar: Mehreren Aussiedlern wird in Rathenow der Eintritt in eine Diskothek verwehrt. Dabei geraten die Aussiedler mit Rechtsextremisten aneinander.

1. Januar: In Cottbus drohen Unbekannten einem jüdischen Rentner und seiner Frau "kommt raus ihr Schweine, wir schlagen euch tot". Zwei Tage später nimmt eine Polizeistreife die Anzeige des Paares auf - und bietet "Schutzhaft" an.

3. Januar: Vier Skinheads schlagen in Cottbus einen Libanesen, zwei 16-jährige Mädchen, einen 44 Jahre alten Mann und einen 17-jährigen Aussiedler.

6. Januar: In einer Cottbuser Wohnung werden Nazi-Parolen gegrölt und rechtsextreme Musik abgespielt. Als die Polizei einschreitet, leisten die Randalierer massiven Widerstand.

7. Januar: In Potsdam rufen sechs junge Männer "Sieg Heil".

8. Januar: Auf die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs in Potsdam wird ein Brandanschlag verübt.

8. Januar: 14 Rechtsextremisten bedrohen in Schwedt einen 18-Jährigen, der zuvor schon geschlagen worden ist. Fünf Mitglieder der Gruppe sind gerade erst aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Sie hatten "Sieg Heil" gerufen.

8. Januar: In Schwedt meldet sich eine Frau bei der Polizei, nachdem ihr auf dem Handy über SMS Nazi-Parolen und Hakenkreuze zugesandt worden sind.

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