Gewinnsprung : UBS lässt die Finanzkrise kalt

Die Schweizer Großbank UBS konnte im ersten Halbjahr 2007 eine kräftigen Gewinnzuwachs verbuchen. Da fiel der Verlust bei dem amerikanischen Hypopthekenfonds DRCM kaum ins Gewicht.

ZürichDer größte Schweizer Bankenkonzern UBS hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 5,6 Milliarden Franken (rund 3,5 Mrd Euro) ausgewiesen. Das waren 79 Prozent mehr als in der Vergleichszeit 2006, wie die Bank in Zürich mitteilte. Darin enthalten ist der Gewinn von 1,9 Milliarden Franken aus dem Verkauf der Beteiligung an der Schweizer Bank Julius Bär. Die Schließung des US-Hedgefonds Dillon Read Capital Management (DRCM), der sich mit amerikanischen Hypothekenkrediten verspekuliert hatte, schlug negativ mit 229 Millionen Franken zu Buche. Ohne diese Sonderfaktoren betrug der Gewinn aus der fortgeführten Geschäftstätigkeit 3,5 Milliarden Franken, 14 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2006.

Angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten ging die UBS davon aus, dass der Gewinn im zweiten Halbjahr nicht an das Niveau des Vorjahreszeitraums heranreichen könne.

Der Netto-Neugeldzufluss belief sich im zweiten Quartal auf 35,2 Milliarden Franken. Damit verwaltete UBS Ende Juni Vermögen von insgesamt 3,3 Billionen Franken. (mit dpa)