Grenzkonflikt : Neues UN-Mandat für Äthiopien

Um den Grenzverlauf zwischen Äthiopien und Eritrea wurde bereits mehrmals Krieg geführt. Daher bewacht eine 3000 Mann starke UN-Friedenstruppe die Demarkationslinie. Aufgrund des weiter schwelenden Konfliktes wurde deren Mandat für ein halbes Jahr verlängert.

New YorkAngesichts der anhaltenden Grenzstreitigkeiten zwischen Äthiopien und Eritrea bleiben weiterhin UN-Blauhelme in der Pufferzone zwischen beiden Ländern stationiert. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York verlängerte das Mandat der mehr als 3000 Mann starken Friedenstruppe nochmals um ein halbes Jahr bis Ende Januar 2008. In einer einstimmig angenommenen Resolution bedauerte das höchste UN-Gremium den mangelnden Fortschritt an der Demarkationslinie und forderte die beiden ostafrikanischen Länder auf, das Friedensabkommen aus dem Jahr 2000 endlich zu erfüllen.

Die Vereinbarung verpflichtet Äthiopien und Eritrea, den nach kriegerischen Auseinandersetzungen von einer internationalen Kommission vorgeschlagenen neuen Grenzverlauf zu akzeptieren. Dennoch gibt es seither ständige Auseinandersetzungen um die Demarkationslinie. Immer wieder verletzen beide Seiten die Sicherheitszone.

Der UN-Sicherheitsrat forderte beide Länder erneut auf, ihre Truppen von dem entmilitarisierten Grenzstreifen zurückzuziehen. Eritrea wurde ermahnt, den Bewegungsspielraum der internationalen Friedenstruppen zu gewährleisten. (mit dpa)