Griechenland : Anschläge erschüttern Athen und Thessaloniki

Eine Serie von Bombenattentaten hält Griechenland in Atem. Diesmal detonierten insgesamt drei Sprengsätze in Athen und Thessaloniki. Die Anschläge begannen im Dezember, als ein Jugendlicher von einem Polizisten erschossen wurde.

AthenDie Attentate richteten sich diesmal offenbar gegen die griechische Polizei. Im Nordosten Athens explodierte eine Bombe im Eingang eines Gebäudes, in dem am kommenden Wochenende eine neue Polizeistation eröffnet werden sollte. Die starke Detonation habe das Haus beschädigt. Vor einer Woche war bei einem Anschlag eine Bank in einem Vorort im Südosten der Stadt schwer getroffen worden.
 
Auch in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki hatten Unbekannte zwei große Gasflaschen, wie man sie im Haushalt braucht, vor einem Gebäude in die Luft gesprengt. Auch dort sollte eine Polizeistation einziehen. Es entstand ebenfalls Sachschaden.

Ein Anrufer teilte einem Fernsehsender mit, dass eine Organisation namens "Konspiration der Zellen des Feuers Athen-Thessaloniki" für die Anschläge verantwortlich sei. 

Griechenland wird seit Dezember 2008 von immer neuer Gewalt erschüttert. Die Serie begann, nachdem ein Jugendlicher am 6. Dezember 2008 durch einen Schuss aus der Waffe eines Polizisten tödlich verletzt worden war. Der Vorfall ereignete sich damals im Bezirk Exarchia, der zu großen Teilen in der Hand von Autonomen ist. (rf/dpa)