Der Tagesspiegel : Große Leistung Georg-Weerth-Realschule erhält Preis der Wirtschaft

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Gut möglich, dass die Friedrichshainer GeorgWeerth-Realschule schon bald eine Art Wallfahrtsort für Bildungsfachleute wird: Mit ungebremstem Reformwillen schaffte sie es, eine hochkarätige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern davon zu überzeugen, dass sie Berlins „Leistungsschule 2004“ ist. Diese Auszeichnung wurde gestern erstmals durch den Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) verliehen.

Schulleiterin Birka Schmittke skizzierte kurz und mitreißend, wie sie es geschafft hatte, die Jury von ihrer Schule zu überzeugen. Dazu gehören etwa die Zielvereinbarungen, die sie und ihre Stellvertreterin Kathrin Rauschke mit allen Lehrern abschließen. Darin wird festgehalten, wie die Kollegen ihren Unterricht verbessern, welche Fortbildungen sie besuchen und wie sie die Zusammenarbeit mit den Eltern gestalten. Mit den Schülern werden Lernverträge ausgehandelt. Darüber hinaus schaffte es die Schule, in begehrte bundesweite Modellversuche aufgenommen zu werden, etliche Partnerschaften mit Betrieben zustande zu bringen, regelmäßige Lehrersprechstunden zu installieren, den Krankenstand fast auf null zu bringen und vieles mehr.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bis auf drei Schüler schafften jetzt alle Abgänger die Mittlere Reife und wurden komplett an Ausbildungsbetriebe oder weiterführende Schulen vermittelt.

Diese Anstrengungen überzeugten die VBKI-Repräsentanten Udo Marin und Klaus von der Heyde, Ex- Schulsenatorin Sybille Volkholz und FU-Präsident Dieter Lenzen, dessen Fachbereich Erziehungswissenschaft die Wettbewerbskriterien entwickelte. Sie teilten mit, dass das Prädikat „VBKI-Leistungsschule“ jetzt jährlich vergeben werden soll. sve

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