Der Tagesspiegel : Großflughafen Schönefeld: Neue Anhörungen

Ring frei für die nächste Runde: Nach den privaten Einwendern können ab 12. November die Träger öffentlicher Belange ihre Vorbehalte zum geplanten Großflughafen Berlin-Schönfeld vorbringen. Dazu gehören unter anderen die betroffenen Kommunen, einzelne Landkreise sowie Naturschutzverbände. Darüber hinaus werden auch nochmals einzelne Bürger gehört, die um individuelle Termine unter Ausschluss der Öffentlichkeit gebeten hatten.

Ein endgültiges Ende des Anhörungsverfahrens könnte es laut dem brandenburgischen Verkehrsministerium zum Jahresende geben. "Die Deadline ist zum Weihnachtsfest vorgesehen", sagte Sprecher Reiner Bretschneider. Da deutlich weniger Leute kämen, werde auf eine kleinere Nebenhalle am Anhörungsort in Berlin-Oberschöneweide zurückgegriffen. Die Pläne für eine Eröffnung des Großflughafens Berlin-Brandenburg International im Jahr 2007 bezeichnete Bretschneider gegenwärtig als "rein spekulativ". Dennoch gebe es gute Argumente dafür, dass dieser Termin durch die künftigen Investoren eingehalten werden könne.

Innerhalb des bisherigen Anhörungsmarathons von vier Monaten wurden 4000 Einzelpersonen gehört. Insgesamt gab es 67 000 Einwendungen. An insgesamt 56 Tagen wurden zahlreiche Aspekte des Für und Wider zum Ausbau des Flughafens erörtert. Die längste Rede eines Einwenders habe sieben Stunden im Stück gedauert.

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