Der Tagesspiegel : Gute Lehrbücher gegen Frühstücksbrot Enge Partnerschaft zwischen Schulen und Eltern vereinbart

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Potsdam. Nach dem schlechten Abschneiden im PisaSchulvergleich soll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern ausgebaut und intensiviert werden. Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) und der Vorsitzende des Landeselternbeirates, Mario Sanders, unterzeichneten dazu am Dienstag einen Kooperationsvertrag – und ziehen nunmehr „bei der Bildung und Erziehung der Kinder an einem Strang“, sagte Reiche. Sanders sagte, dass Lehrer immer wieder darüber klagten, dass die Schüler nicht ausreichend von ihren Eltern unterstützt würden. Kontakte mit den Bildungseinrichtungen gebe es erst dann, wenn dass Kind auffällig wird. Eine bessere Kommunikation werde auch das Niveau der Bildungsarbeit erhöhen. Die mit dem Ministerium geschlossene Vereinbarung soll durch konkrete Vereinbarungen zwischen den Kreiselternräten und den Schulen umgesetzt werden. So könnten sich beispielsweise die Schulen darauf festlegen, gutes Lernmaterial zur Verfügung zu stellen, die Eltern wiederum könnten sich dazu verpflichten, ihre Kinder nicht ohne Frühstücksbrot zur Schule zu schicken oder regelmäßig an den Elternversammlungen teilzunehmen. Ziel ist, dass alle 1089 Schulen im Land solche Vereinbarungen treffen, die mit dem nächsten Schuljahr wirksam werden.

Das neue Bündnis sei in dieser Form bundesweit einmalig, sagte Reiche. Allerdings gebe es bereits an einigen Schulen des Landes gute Vorbilder. So bestehe in der Grundschule Dossow (Ostprignitz-Ruppin) eine enge Partnerschaft mit den Eltern. Sie zielt unter anderem auf möglichst geringen Unterrichtsausfall und ständige Kontrolle der Hausaufgaben im Elternhaus. dpa

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