H5N1-Virus : Neuer Vogelgrippefall in Brandenburg

In Brandenburg ist der dritte Fall von Vogelgrippe innerhalb von zehn Tagen aufgetreten, ein Kleinbestand von 15 Hühnern in Blumenthal bei Heiligengrabe ist betroffen. Die Behörden haben inzwischen Maßnahmen getroffen.

Hühner
Vogelgrippe-Alarm. Auf einem Hof in Heiligengrabe wurde bei Hühnern das H5N1-Virus entdeckt. -Foto: ddp

Heiligengrabe In Brandenburg ist zu Weihnachten ein neuer Fall von Vogelgrippe aufgetreten. Bei einem Halter in Blumenthal bei Wittstock im Landkreis Ostprignitz-Ruppin erkrankten mehrere Hühner, wie der stellvertretende Amtstierarzt Ralf-Peter Roffeis mitteilte. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems habe den auch für Menschen gefährlichen Virus H5N1 nachgewiesen.

Am Mittwoch wurden Roffeis zufolge den gesamten Tag lang weitere Proben genommen. Dabei sei man jedoch nicht auf weitere Verdachtsfälle gestoßen. Die Ergebnisse seien für Donnerstag gegen Mittag zu erwarten. Am Dienstag waren rund 60 Proben genommen worden. Bislang gebe es nur vage Hinweise, wie sich die Tiere infiziert haben könnten, sagte der Veterinär. Deshalb wolle er dazu noch keine Angaben machen.

Vier der insgesamt 15 Hühner des betroffenen Halters seien bereits verendet, fünf weitere erkrankt, sagte Roffeis. Der gesamte Bestand sei gekeult worden. Auch 31 Hühner eines Nachbarn, die der Mann zeitweise mit betreute, seien sicherheitshalber getötet worden.

Stallpflicht wieder eingeführt

Damit wurde zum dritten Mal binnen weniger Tage Vogelgrippe in einem Hausgeflügelbestand im Land Brandenburg nachgewiesen. Zunächst waren bei einem privaten Halter in Altglobsow bei Fürstenberg/Havel mehrere Hühner erkrankt. Ende vergangener Woche war der Erreger dann auf einem Hühnerhof in Bensdorf bei Brandenburg/Havel nachgewiesen worden.

Im Umkreis von drei Kilometern um den neuen Fundort wurde ein Sperrbezirk gebildet. Zudem wurde ein zehn Kilometer breites Beobachtungsgebiet eingerichtet. Im Umkreis von 50 Kilometern um den Seuchenbestand gilt Stallpflicht für Geflügel.

Zuvor war der Erreger im Land Brandenburg bei 21 Wildvögeln nachgewiesen worden. Von Mai 2006 bis Mitte Dezember war kein Fall mehr aufgetreten. (mit ddp)

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