Hamburger SV : Fifa-Chef Blatter kritisiert van der Vaart

Das Wechseltheater um Rafael van der Vaart hat auch in der Fifa-Chefetage Unverständnis ausgelöst. Sepp Blatter rügte den Holländer nun öffentlich. Die Fifa habe aber nicht die Funktion einer "Polizei".

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In der Kritik: Die Fifa rügt Rafael van der Vaart. -Foto: ddp

Hamburg Joseph Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, hat Kapitän Rafael van der Vaart vom Hamburger SV für seine öffentlich geäußerten Wechselabsichten hart kritisiert. Dem Magazin "Sport Bild" sagte Blatter: "Van der Vaart ist einer von denen, die nicht verstanden haben, dass ein Spieler eine soziale und gesellschaftliche Verantwortung hat."

Dass sich der Niederländer sogar mit einem Trikot des FC Valencia habe ablichten lassen, sei zurückzuführen auf "eine Charakterlosigkeit und Undiszipliniertheit der Spieler, weil sie nur auf Geld aus sind. Warum machen Spieler wie van der Vaart so was? Wegen Geld. Und wegen Agenten. Die sind dann gierig, und dann ist eine Kamera da". Valencia hatte dem Bundesligisten 22 Millionen Euro für den Verkauf seines Regisseurs geboten, die Norddeutschen hatten Verhandlungen aber rigoros abgelehnt.

Eingreifen wolle die Fifa jedoch nicht, so Blatter: "Wir sind keine Polizei, die sich Fälle anschauen geht." Es gebe 250 Millionen Aktive im Fußball. "Dazu zähle ich Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter, Trainer und so weiter. Da gibt es natürlich nicht nur weiße Lämmlein", sagte der 71-jährige Schweizer. (mit dpa)