Hertha : Vandalismus-Vorwürfe gegen Ebert werden ernster

Herthas Fußballprofi Patrick Ebert soll Mitte März mehr Autos beschädigt haben als bislang bekannt. Außerdem soll es Zeugen für die Sachbeschädigung geben.

Nicht sechs oder sieben Autos und einen Motorroller, sondern dreizehn Autos soll der 22-Jährige zusammen mit seinem Kollegen Kevin-Price Boatend von Borussia Dortmund am frühen Morgen des 18. März in Berlin beschädigt haben, berichtet der Tagesspiegel. An diesem Morgen war er nach seiner Geburtstagsfeier in angetrunkenem Zustand von der Polizei angehalten worden.

Nach Informationen der Berliner Zeitung soll es Zeugen für die Sachbeschädigung geben und aus Fahnderkreisen will sie erfahren haben, dass vieles dafür spreche, dass Ebert schuldig ist.

Am Dienstag hatte Eberts Anwalt Janusz Lerch zudem erklärt, dass sein Mandant nach den nächtlichen Eskapaden bereits zweimal von einer
Person genötigt worden sei. Der 22-Jährige sei aufgefordert worden, einen PKW-Schaden zu regulieren, sonst "könnte für nichts mehr garantiert werden", heißt es in einem dem LKA vorliegenden Wortlaut eines Gesprächs Eberts mit einer Person vor seinem Haus. Dass Ebert ein Schweigegeld von 5000 Euro gezahlt habe, damit ein anderer Geschädigter seine Anzeige zurückzog, bestreitet der Spieler vehement.

So wie die Vorwürfe selbst. Dennoch war Ebert wegen Überziehens des Zapfenstreichs von seinem Verein für knapp zwei Wochen suspendiert worden. (sp/dpa)