Hintergrund : Was auf die Beamten zukommt

Die Bundesregierung will die Regelungen der Rente mit 67 "wirkungsgleich" auf die Beamtenversorgung übertragen. Ein Blick auf die bereits beschlossenen Regelungen, die künftig grundsätzlich auch für Beamte gelten sollen:

Berlin REGELALTERSGRENZE:

Von 2012 an steigt das gesetzliche Eintrittsalter für die Rente ohne Abschläge schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947, der einen Monat länger arbeiten muss. Die Rente mit 67 gilt erstmals für den Geburtsjahrgang 1964 und dann für alle folgenden Jahrgänge. Die Anhebung vollzieht sich bis 2023 (Geburtsjahrgang 1958) in Monatsschritten, danach bis 2029 in Zwei-Monatsschritten.

AUSNAHMEN:
Wer als Berufstätiger 45 Jahre Rentenbeiträge bezahlt hat, kann weiterhin mit 65 ohne Abschläge in Rente gehen. Bei den Männern kamen zuletzt aber nur etwa 28 Prozent auf so viele Berufsjahre, bei den Frauen sogar nur knapp 4 Prozent.

ABSCHLÄGE:
Wer 35 Versicherungsjahre vorweisen kann, soll ab 63 in Rente gehen können, muss dafür aber Abschläge in Kauf nehmen - und zwar 0,3 Prozent für jeden Monat vor der Regelaltersgrenze.

ERWERBSMINDERUNGSRENTEN:
Wer aus Gesundheitsgründen nur eingeschränkt arbeiten kann, erhält maximal 10,8 Prozent Abschlag. Er kann als Erwerbsgeminderter weiterhin mit 63 Jahren abschlagfrei in Rente gehen - allerdings erst nach 35 Beitragsjahren. Diese Regelung gilt bis 2023. Danach sind 40 Beitragsjahre erforderlich.

ALTERSRENTE FÜR SCHWERBEHINDERTE MIT 35 VERSICHERUNGSJAHREN:
Auch hier wird das Eintrittsalter stufenweise angehoben - von 63 auf 65 Jahre. Wer Abschläge in Kauf nimmt, kann als Schwerbehinderter mit 62 in Ruhestand gehen.

WITWENRENTE: Das Mindestalter für den Bezug der vollen Witwenrente wird von 45 auf 47 Jahre angehoben. (mit dpa)