Historisches Kreuzberg : Cuvrystraße

Cuvry, Heinrich Andreas (Henri André) war ein Berliner Kommunalpolitiker und lebte vom 30.5.1785 bis zum 21.10.1869.

Seit dem 8. August 1858 trägt die Cuvrystraße seinen Namen.

Von 1814 bis 1850 war er Mitglied des Magistrats von Berlin. Am 27.9.1850 wurde er Stadtältester. Cuvry machte sich einen Namen als langjähriges Mitglied und später als Vorsitzender der Armendirektion des Berliner Magistrats, nachdem die vom Staat gelenkte und im Wesentlichen auch finanzierte Armenbehörde ab 1.1.1820 entsprechend der Städteordnung dem Magistrat unterstellt worden war.
Die Straße wurde 1852 durch den Cuvryschen Garten, der sich bis zur Spree erstreckte, neu angelegt. Im Volksmund hieß sie um 1856 "Grüner Weg". Ein Teil der Straße wurde am 12. April 1893 in Ratiborstraße umbenannt.

Kerngehäuse Gewerbehof Cuvrystraße e. V.

Der Verein Kerngehäuse gründete sich im September 1980. Das Ziel war die langfristige Nutzung der heute denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Kindernähmaschinenfabrik F.W. Müller jr. und damit die Verhinderung ihres Abrisses. Die Fabrik war November 1979 im Rahmen der Berliner Instandbesetzer-Bewebung besetzt worden. In den nächsten Jahren erfolgte die Instandsetzung der angegriffenen Bausubstanz: Dächer wurden ausgebessert, Fenster abgedichtet, Stützbalken ausgetauscht, Heizungen renoviert, neue Wasser- und Abwasserleitungen sowie Elektroleitungen gelegt. 1983 konnten die Fabrikräume gekauft werden.

Mehr Informationen zur Cuvrystraße finden Sie bei Kauperts.