Historisches Kreuzberg : Gneisenaustraße

Seit dem 31.10.1864 erinnert diese Straße an August Wilhelm Anton Graf Neidhart von Gneisenau. 

Als Sohn eines Offiziers wurde Gneisenau am 27. Oktober 1760 in Schildau b. Torgau geboren und verstarb am 23. August 1831 in Posen. Er  trat nach einem vorübergehendem Studium 1780 in Ansbach-Bayreuthische den militärischen Diensten bei und nahm 1782/83 am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil.

1785 trat er der preußischen Armee bei und nahm 1793-1795 am polnischen Feldzug teil. 1807 hielt er als Kommandant gemeinsam mit dem Kolberger Bürgermeister Nettelbeck die Festung Kolberg bis zum Waffenstillstand. Im selben Jahr wurde er, neben Scharnhorst, Mitglied der Kommission zur Reorganisation der preußischen Armee. Als Generalstabschef Blüchers hatte er großen Anteil an den Befreiungskriegen, besonders an den Siegen an der Katzbach (26. August 1813), in der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 18. Oktober 1813) und am Vorstoß auf Paris, worauf er 1814 in den Grafenstand erhoben wurde. Seit 1817 lebte er abwechselnd in Berlin und in Erdmannsdorf. Er wurde 1817 in den preußischen Staatsrat berufen, 1818 zum Gouverneur von Berlin und 1825 zum Feldmarschall ernannt. Zu seinem Berliner Freundeskreis gehörten u. a. die Arnims, Tieck, Rauch und Schinkel.

Die Straße ist nach 1861 entstanden. Für sie waren vorher die Namen Neue Promenade und danach Obergürtel-Straße vorgeschlagen worden.