historisches Kreuzberg : Hasenheide

Die Hasenheide hat ihren Namen seit 1678 nach einem angelegten Hasengehege und liegt an der Schnittstelle von Kreuzberg (Nr.5-58) und Neukölln (Nr.61-119).

Die Hasenheide hat ihren Namen seit 1678 nach einem angelegten Hasengehege und liegt an der Schnittstelle von Kreuzberg (Nr.5-58) und Neukölln (Nr.61-119). Früher lag in dieser Gegend ein "Bergwäldchen" von Eichen und Fichten, das den Gemeinden Tempelhof und Rixdorf gehörte. Im 17. Jahrhundert kam das Gebiet in den Besitz des Kurfürsten, der dort 1678 durch den Oberjägermeister von Lüderitz ein Hasengehege anlegen ließ. Seit dieser Zeit trägt das Gebiet den Namen Hasenheide. In der Hasenheide entstand unter Leitung von Friedrich Ludwig Jahn der erste öffentliche Turnplatz Deutschlands, der am 19.6.1811 seiner Benutzung übergeben wurde. 1872 wurde hier das Jahn-Denkmal enthüllt. Der Park wurde 1838 von Peter Lenné als Landschaftspark angelegt, ab 1876 als Garnisonsschießplatz genutzt und erst 1936 bis1939 zum Volkspark umgestaltet. Ab 1870 war die Hasenheide ein beliebtes Ausflugsziel mit zahlreichen Bier- und Kaffeegärten. Ab dem 19. Jahrhundert fanden hier auch viele politische Veranstaltungen statt. Die "Neue Welt", ein Veranstaltungslokal, wurde bereits 1865 eröffnet. Am 1.5.1890 fand hier die erste Großkundgebung statt, auf der August Bebel sprach.
Der Weg wurde um 1678 angelegt und später zur Straße ausgebaut. Zu Neukölln gehört die Südseite mit dem Volkspark und dem alten Turnplatz, zu Kreuzberg die Nordseite mit den Schultheiß-Festsälen. 1907 wurde die Schreibweise von Hasenhaide in Hasenheide korrigiert.


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