Historisches Kreuzberg : Mehringdamm im Jahr 1976

Nach dem Vorbild der römischen Piazza del Popolo, doch in viel größeren Abmessungen, wurde um 1730 am südlichen Ende der Friedrichstadt das „Rondell" angelegt, zunächst als Exerzierplatz für die in Berlin garnisonierenden Truppen.

In Erinnerung an die Befreiungskriege 1813-1815 wurde er später Belle-Alliance-Platz genannt, nach der die Kriege entscheidenden Schlacht von 1815, die jetzt meist nach dem benachbarten Ort Waterloo genannt wird - die Berliner sagten meist „Bellajangsplatz". Nach dem 2. Weltkrieg erhielt der Platz —> nach dem sozialistischen Historiker und Politiker — den Namen Mehringplatz. Die 18,83 Meter (60 Fuß) hohe Friedenssäule wurde 30 Jahre nach Ausbruch der Befreiungskriege errichtet und am 3. August 1843 enthüllt. Sie steht genau in der Achse der Friedrichstraße, die über den Platz hinaus nach Süden zum Halleschen Tor und zur Chaussee nach Tempelhof führte. Aus einem Wasserbecken erhebt sich ein Sockel aus schlesischem Marmor, an dem vier Wasserspeier aus Zinkguß in Form von Löwen- Aussicht versperrt. Die Friedenssäule steht heute in einem köpfen angebracht sind. Die in t i m e n Fußgängerbereich. Das Foto wurde wie die historische Säule besteht aus einem bräunlichen Granit. Auf einem korinthischen Kapitell steht die von Christian Daniel Bauch (1777—1857) geschaffene Bronzefigur der Friedensgöttin mit Palmzweig und Olivenkranz. Die Säule wurde vom Baumeister Cantian entworfen, der auch den Transport und den Aufbau der großen Granitschale im Lustgarten geleitet hatte. Eine Straße im Norden Berlins trägt seinen Namen

Der ganze Artikel in der Zeitungsansicht des ehemaligen Tagespiegelblatts.