Historisches Kreuzberg : Paul-Lincke-Ufer

Am ehemaligen Kottbusser Ufer (1849-1956) und späteren Lincke-Ufer (1956-1966) wurde am 07.11.1966 letztlich das heutige Paul-Lincke-Ufer

Am Ufer am 21. Februar 1994.
Am Ufer am 21. Februar 1994.Foto: Nowak

Carl Emil Paul Lincke lebte von 1866-1946 und wuchs in der Oranienstraße auf. Er wirkte als Kapellmeister in Berlin und Paris. Nach seinen großen Erfolgen als Komponist und Dirigent in Paris kehrte er nach Berlin zurück. Mehr als 30 Jahre wohnte er in der Oranienstraße 64, wo sich auch sein eigener Verlag befand.

Lincke war Kapellmeister und Hauskomponist am Apollotheater, dem damals führenden Varieté und Amüsiertheater Berlins, in der Friedrichstraße 218. Er schrieb populäre Berliner Lieder, Schlager, Revuen und Operetten, u. a. "Frau Luna" (1899), darin "Schlösser, die im Monde liegen", "Das ist die Berliner Luft" und "Lysistrata" (1902), darin "Glühwürmchen flimmre". Außerdem komponierte er Tanz- und Filmmusik. Zum 75. Geburtstag am 7. November 1941 wurde ihm als 63. Bürger die Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Berlin verliehen. 1942 erhielt er den Professorentitel. Er ist auf dem Friedhof in Hahnenklee im Harz, seinem letzten Wohnort, beigesetzt.

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