Marheinekeplatz : Passionskirche

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde vom Baurat Theodor Astfalck (1852-1910) von 1905 bis 1908 errichtet. Das Sakralgebäude aus Ziegeln mit neoromanischen Stilelementen ist die heutige Passionskirche.

Der Blick durch die Heimstraße führt am 17. Februar 1995 zur Passionskirche.
Der Blick durch die Heimstraße führt am 17. Februar 1995 zur Passionskirche.Foto: Nowak

Nach der Grundsteinlegung am 21.9.1905 folgte die Einweihung der Passionskirche am 2.1.1908. Entstanden war ein Zentralbau mit mittigem kräftigen Vierungsturm über einem Galeriegeschoss mit Bogenarkaden und davor angeordneten Ecktürmchen. 1928 schuf Astfalck in gleicher Bauweise das Gemeindehaus an der Schleiermacherstraße. Nach der Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wurde die Passionskirche in vereinfachter Form bis 1953 wieder hergestellt. Ab 1957 folgten immer wieder Arbeiten zur Erhaltung der Passionskirche. 1967 erhielten drei große Fenster neue Glasmalerei mit biblischen Motiven. 1992 erfolgten grundlegende Sanierungsarbeiten und die Installierung moderner Ton- und Lichttechnik; seither wird die Kirche auch für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Die evangelische Passionsgemeinde war im Oktober 1908 selbstständig geworden. Seit den 1970er Jahren wandte sich die Gemeinde immer mehr der Stadtteilarbeit mit sozial benachteiligten Schichten zu. Zudem machte die Passionskirche sich einen Namen als Kulturkirche. Im Jahr 2000 kam es zur Bildung der Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion.