Moritzplatz : U-Bahnhof Moritzplatz

Der zweigleisige Untergrundbahnhof ist heute denkmalgeschützt. U-Bahnhof Moritzplatz wurde mit einem 13 m langem Mittelbahnsteig nach den Plänen von Peter Behrens (1868-1940) gebaut.

Der Moritzplatz am 05.08.1993. Der U-Bahnhof ist heute denkmalgeschützt.
Der Moritzplatz am 05.08.1993. Der U-Bahnhof ist heute denkmalgeschützt.Foto: Thilo Rückeis

Er wurde am 6.4.1928 in Betrieb genommen. Der Bahnhof der heutigen U8 (Wittenau - Herrmannstraße) sollte ursprünglich an der Dresdener Straße/Oranienplatz entstehen. Um einen U-Bahn-Anschluss des Warenhauses Wertheim am Moritzplatz zu erreichen, investierte der Konzern 5 Millionen Reichsmarkt, was zu einer Trassenänderung führte. Der Bahnhof ist mit grünlichen Fliesen verkleidet, in der Mitte des Bahnsteiges stehen 14 tragende Pfeiler. An den Bahnsteigenden befinden sich zwei Ausgänge, die auf eine unterirdische Plattform münden, von der insgesamt ach Ausgänge abgehen. Als Umsteigebahnhof zu einer nie ausgeführten S-Bahn-Linie in Richtung Potsdamer Platz gedacht, liegt unter dem Bahnsteig ein 40 m langer Tunnel. Dieser diente im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker und später dem THW und den US-Streitkräften als Übungsstätte. 1984 wurde hier ein U-Bahn-Umformerwerk eingebaut. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde am 22.4.1945 der U-Bahn-Betrieb eingestellt, aber schon am 3.6.1945 wiederaufgenommen. Nach 1961 war hier der letzte Halt in West-Berlin, bevor die U-Bahn über die geschlossenen Ost-Bahnhöfe dieser Linie in Richtung Wedding fuhr.

Weitere Informationen unter http://berlin.kauperts.de/.