Oranienstraße 91 : Bundesdruckerei

Der gesamte Komplex nimmt ein großes Areal ein zwischen Oranien-, Alter Jakob- und Kommandantenstraße. Die ersten Bauten errichtete Karl Busse, der gleichzeitig Direktor des Unternehmens war, 1879–1882 im Neorenaissancestil.

Von diesen waren nach erheblichen Kriegszerstörungen nur noch die rückwärtigen Gebäude erhalten, die restauriert, modernisiert und durch Neubauten ergänzt wurden. 1997 wurde ein mit einer Backstein-/Glasfassade versehenes Gebäude, geplant von den Büros Nayerer, Hanson, Heidenreich, Martinez und Schuster (BHHS & Partner), übergeben. 2001 eröffnete zudem ein siebengeschossiges Bürohaus für die Forschungsabteilung, Ausbildungswerkstätten und den Laborbereich. Ab 1852 stellte Preußen in einer eigens dazu gegründeten Staatsdruckerei sein Papiergeld selbst her. Nach Zusammenschluss mit der Königlichen Oberhofbuchdruckerei von Decker entstand am 01.07.1879 die Reichsdruckerei, ab 1945 Staatsdruckerei, 1951 B., seit 1994 Bundesdruckerei GmbH. Produkte der B. waren u. a.: ca. 900 Millionen Banknoten, 4 Milliarden Briefmarken, 9 Millionen Personalausweise, 3,9 Millionen Reisepässe sowie Dienstausweise, Patentschriften und Gesetzblätter (Zahlen aus dem Jahr 2000), aber auch fremdsprachige Schriftstücke und wissenschaftliche Veröffentlichungen. Bekannt wurde die Druckerei auch durch hochwertige Faksimiledrucke nach Kupferstichen, Holzschnitten, Gemälden und Aquarellen alter Meister.