Wiener Straße : Minarette über Kreuzberg

Die Omar-Ibn-Al-Khattab-Moschee an der Wiener Straße repräsentiert das gewachsene Selbstbewusstsein der Berliner Muslime. 2007 war der Rohbau fertig.

Das Bauschild für die Moschee des Islamischen Vereins für wohltätige Zwecke e.V. war an der Ecke Wiener und Skalitzer Strasse in Berlin-Kreuzberg zu finden.
Das Bauschild für die Moschee des Islamischen Vereins für wohltätige Zwecke e.V. war an der Ecke Wiener und Skalitzer Strasse in...Foto: Kai-Uwe Heinrich

Von ganz oben, beim Blick über die Dächer von Kreuzberg, sieht es aus wie ein arrangiertes Symbolbild für den kulturellen Wandel in der Stadt. Hell ragen die vier Minarette mit den Halbmonden drauf in den Himmel. Schräg dahinter sieht man den dunklen Kirchturm der nahen Emmauskirche am Lausitzer Platz.

Der ist etwa doppelt so hoch wie die Minarette, aber vom Dach der Moschee an der Wiener Straße aus scheint das christliche Gotteshaus auf die Größe des muslimischen zu schrumpfen.

Das sechsstöckige Maschari-Center in Kreuzberg, fotografiert am 30.3.2008.
Das sechsstöckige Maschari-Center in Kreuzberg, fotografiert am 30.3.2008.Foto: Mike Wolff

Seitdem vor kurzem die Baugerüste entfernt wurden, kann man die helle, offen wirkende Moschee mit der Fassade aus Sandstein, Granit und großen Glasfenstern und -türen vollständig sehen. Auch wenn noch die letzten Feinheiten fehlen: Es lässt sich erahnen, dass die imposante Omar-Ibn-Al-Khattab- Moschee, benannt nach dem zweiten Kalifen der Sunniten, der am weitesten verbreiteten Glaubensrichtung im Islam, zu einem Wahrzeichen des Viertels rund um den Görlitzer Bahnhof werden dürfte. Und zu einem Sinnbild dafür, wie muslimisches Leben in Berlin ein zunehmend sichtbarer und akzeptierter Teil des Alltags wird. „Die Leute fassen Vertrauen“, sagt Birol Uçan vom Vorstand des Islamischen Vereins für wohltätige Projekte, der die Moschee baut, beim Baustellenrundgang.

Der ganze Artikel in der Zeitungsansicht des ehemaligen Tagespiegelblatts.

Ganzseite Wiener