Der Tagesspiegel : Hitze und Filter stoppen die Legionellen

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Die Bakterien, die die Legionärskrankheit auslösen, waren in Berliner Spitzenhotels ebenso schon zu finden wie in öffentlichen Schwimmbädern. Sie können immer wieder auftreten, weshalb Krankenhäuser entsprechende Vorkehrungen treffen. „Wir erhitzen unsere Wasserkessel in regelmäßigen Abständen auf über 70 Grad Celsius“, sagt Fina Geschonneck, Sprecherin der Berliner VivantesGruppe, zu der neun ehemals städtische Krankenhäuser gehören. Bei diesen Temperaturen sterben die Legionellen, die sich in warmem Wasser am wohlsten fühlen, ab. An kritischen Stellen seien vor den Duschköpfen spezielle Filter installiert – etwa auf Stationen mit sehr langen Warmwasserrohren, in denen sich das Wasser wieder auf unter 70 Grad abkühlt oder in Krankenzimmern, in denen besonders gefährdete Patienten liegen – zum Beispiel auf Intensivstationen, Mukoviszidose- oder HIV-Stationen. „Die Filter holen Legionellen und andere Erreger heraus“, sagt Geschonneck. „Das Wasser kommt dann praktisch steril aus der Dusche.“ I.B.

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