Hochschulcup : Schlau und schnell

Universitäten und Tagesspiegel veranstalten den „Hochschulcup 2007“. Studenten, Uni-Mitarbeiter und Alumni können auf dem Wannsee an Bord.

Annette Kögel

Es soll ja Menschen geben, die sich darüber freuen können, wenn der Sommer nicht brütend heiß wird mit durchgängig blauem Himmel. Die Wassersportler dieser Stadt nämlich, und das sind Schätzungen zufolge eine Viertelmillion.

Genügend Wind werden sie in den nächsten Wochen sicher haben, denn der Berliner Sommer 2007 soll durchwachsen bleiben. Gute Aussichten also für den 1. Berliner Hochschulcup 2007 am 15. Juli, bei dem vor allem Studenten und Universitätsmitarbeiter an den Start gehen. Wer mitmachen möchte, kann sich noch heute anmelden. Und Zuschauer sind gern gesehen bei der Veranstaltung, die der Tagessspiegel gemeinsam mit der Freien und der Technischen Universität sowie der Humboldt-Universität organisiert.

Die Idee, eine Regatta um den Titel „Berliner Hochschulmeister 2007“ zu veranstalten, ergab sich aus der Kooperation dieser Zeitung mit den Sportfachbereichen der Universitäten. Vor zwei Jahren sponserte der Tagesspiegel drei Unijollen für HU, TU und FU – dieses Jahr nun können deren Studenten, Mitarbeiter und Alumni sowie die der anderen Berliner Fachhochschulen mitsegeln. Die Boote werden mit bis zu 15-Quadratmeter-Segeln vorwärtsbewegt und gesteuert, sie sind gut fünf Meter lang. Es können sich Teams mit Vorschoter und Steuermann anmelden – aber auch Einzelanmeldungen sind möglich. Wer zugucken oder anfeuern will, kommt so vorbei.

Der Tagesspiegel-Hochschulcup 2007 beginnt um 10 Uhr auf dem Gelände des Wassersportzentrums der FU am Badeweg 3 in Zehlendorf. Üblicherweise lernen hier Studentinnen und Studenten, aber auch externe Teilnehmer, Boot und Rigg zu beherrschen. 180 Segelschüler gibt es derzeit, 30 Windsurf-Eleven sowie jeweils rund 100 Kanu- sowie Ruderboot-Einsteiger, sagt Rudolf Rügemer. Er ist für das Wassersportzentrum der FU zuständig und organisiert die Uni-Regatta mit Kollegen der beiden anderen Universitäten. Je nach Wetterlage kann man am Wettkampftag auch Kanupolo spielen, in einen Zehnerkanadier steigen, den Seekreuzer Pinguin der TU besichtigen, sich auf einem Windsurfsimulator versuchen und Segelfilme in einem Partyzelt schauen. Natürlich gibt es auch passende Verpflegung für Seebären. Am Regattasonntag wird für die voraussichtlich 56 Teilnehmer ein Dreieckskurs auf dem Wasser markiert. FU-Präsident Dieter Lenzen will die Siegerehrung vornehmen, auch der Tagesspiegel wird bei der Veranstaltung am Wannsee dabei sein. Zu gewinnen gibt es verschiedene Sachpreise – etwa Gutscheine für den Wassersportverleih der FU.

Denn die Wassersportzentren der Universitäten verhelfen nicht nur Akademikern aufs Wasser. Sie veranstalten auch Workshops am Wochenende, Reisen und Ausflüge für Nichtstudenten – dann natürlich zu einem nicht ganz so preisgünstigen Tarif, wie ihn Studierende zahlen. „Wir kooperieren zum Beispiel beim Katamaransegeln mit einer Wassersportschule auf Rügen, beim Kitesurfen mit einer Surfschule am Salzhaff in Pepelow“, sagt Rügemer.

Unterdessen bekommen auch die Sportabteilungen der Universitäten die Trends in der Freizeitbranche zu spüren. Während die Teilnehmerzahlen beim Segeln ungebrochen hoch sind, ebbt die Nachfrage beim Windsurfen und Wildwasserkanu langsam ab. Und noch etwas hat sich am akademischen Freizeitverhalten verändert. Vor ein paar Jahren noch fanden alle Kurse und Trainings während der Woche statt. Die Studenten von heute haben wegen des gestiegenen Arbeitsaufwands meist nur noch am Wochenende fürs Freizeitvergnügen Zeit – sie streichen ansonsten die Segel.

Tagesspiegel-Hochschulcup, 15. Juli, Wassersportzentrum der Freien Universität Berlin am Großen Wannsee, Badeweg 3. Veranstaltung: 10 bis 20 Uhr. Gebühren: 25 Euro pro Zweierteam, 13 Euro für Einzelanmelder. Anmeldung auf der Internetseite www.tu-sport.de.

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