Der Tagesspiegel : Hollywood tönt im Spreewald

Gala der Synchronsprecher

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Burg/Spreewald. Hollywood gab sich gestern Abend im Spreewalddorf Burg die Ehre: Tom Cruise, Hugh Grant, Marlon Brando und Russell Crowe. Allerdings erschienen die Stars nicht persönlich, sondern nur ihre Stimmen: Zum zweiten Mal vergab eine Jury den „Deutschen Preis für Synchron“ in sechs Kategorien. 120 geladene Gäste von allen großen Filmfirmen Deutschlands und zahlreiche Schaulustige verfolgten die Gala. Sie erlebten die aus internationalen Kinoproduktionen wie „Fabelhafte Welt der Amélie“ oder „Harry Potter“ vertrauten Stimmen nun einmal leibhaftig. „In meiner langen Arbeit musste ich entdecken, dass die Synchrondarsteller oft nicht nur die bessere Stimme als das Original hatten, sondern überhaupt die Rolle viel besser gespielt hätten“, sagte Regisseur und Ehrenpräsident der Jury, Volker Schlöndorff. „Und ich begriff, wie viel Demut es von den Stimmen verlangt, im Dunkeln zu arbeiten, während die Gesichter auf der Leinwand den Ruhm einheimsen.“ Gestern nun standen diese Schauspieler und Sprecher ganz allein im Rampenlicht, wenn sich auch unter den für die Preise nominierten Künstlern bekannte n fanden. So handelten die Experten Corinna Harfouch für ihre Synchronisation der Erika Kohut im Film „Die Klavierspielerin“ als Favoritin bei den weiblichen Stimmen. Auch Thomas Fritsch (Marlon, Brando, Russel Crowe) wurden gute Chancen eingeräumt. Die Entscheidungen fielen erst gegen Mitternacht. Ste.

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