Holzklotz-Prozess : Anwalt fordert Freispruch für den Angeklagten

Auf Freispruch plädiert die Verteidigung im Prozess um den tödlichen Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke.

OldenburgDie Beweise gegen seinen Mandanten seien nicht ausreichend, sagte Anwalt Matthias Koch vor dem Landgericht in Oldenburg. 

Am Ostersonntag 2008 war eine zweifache Mutter aus Nordrhein-Westfalen auf der A 29 in einem Wagen vor den Augen ihrer beiden Kinder und ihres Mannes von einem Holzklotz erschlagen worden. Der Staatsanwalt ist überzeugt, dass der Angeklagte das sechs Kilo schwere Geschoss von der Brücke geworfen hat. Anklage und Nebenanklage hatten deshalb am Montag eine lebenslange Freiheitsstrafe für den 31-Jährigen gefordert. Er muss sich wegen Mordes und versuchten dreifachen Mordes verantworten. Der Heroinsüchtige hatte zunächst zugegeben, den Klotz von der Brücke geworfen zu haben. Später widerrief er jedoch sein Geständnis.

Das Urteil wird am Mittwoch erwartet. (sp/dpa)