Der Tagesspiegel : Horno: Schweden kämpfen für Erhaltung des Lausitz-Dörfchens

Elchtest für Horno? Fünf der sieben Fraktionen im schwedischen Reichstag engagieren sich für die Rettung des Lausitz-Dörfchens. Wie die "Lausitzer Rundschau" berichtete, wollen die Abgeordneten aus den kleineren Parteien - sie vereinen insgesamt rund 38 Prozent der Stimmen auf sich - einen Antrag gegen die Abbaggerung Hornos einbringe. Sie sehen sich in der Verantwortung, weil der schwedische Staatskonzern Vattenfall über seine Hamburger Tochter HEW Mehrheits-Eigentümer der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag) ist, die Horno in Anspruch nehmen will. Die Vernichtung eines Ortes stehe in einem "unauflösbaren Widerspruch zum umweltethischen Anspruch Vattenfalls", argumentieren die schwedischen Politiker. Da eine solche Umsiedlung in Schweden "undenkbar" wäre, dürfe dies auch nicht in der Lausitz geschehen. "Offensichtlich gibt es in Europa doch noch Länder, in denen Menschenwürde und Minderheitenschutz mehr zählen als kurzfristige Unternehmensgewinne", begrüßte die Landes-PDS das Engagement. Die Rettung Hornos durch die Schweden wäre ein Segen für das Dorf und eine schallende Ohrfeige für all diejenigen in Brandenburg, die sich bisher zum Handlanger der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag) und deren Profitgier gemacht haben, erklärte der PDS-Vorstand. "Die Laubag und die brandenburgische Landesregierungen wären gut beraten, wenn sie auf die Abbaggerung Hornos verzichten würden."

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