Humboldt-Universität : Studenten für Kandidat Olbertz

"Angenehm, unpathetisch, herrlich sachlich": Auch die Studierenden der Humboldt-Universität sind glücklich über den Präsidentenkandidaten Jan-Hendrik Olbertz.

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 „Mit Olbertz hätten wir einen Präsidenten mit politischem Sachverstand und guten Verbindungen“, sagte am Dienstag Peter Hartig, der als Studierendenvertreter der Findungskommission angehört. Olbertz habe bei seiner persönlichen Vorstellung an der HU „angenehm, unpathetisch und herrlich qualifiziert und sachlich“ gewirkt.

Der Kultusminister Sachsen-Anhalts wurde wie berichtet am Montag vom Kuratorium als einziger Kandidat vorgeschlagen und soll am 20. April gewählt werden. Hartig bedauerte, dass es nicht gelungen sei, ein bis zwei weitere Kandidaten zur Auswahl zu stellen. Dies liege auch an den für das Amt infrage kommenden Persönlichkeiten, von denen viele eine Niederlage in einer Kampfabstimmung als Beschädigung ihrer Person empfinden würden – zu Unrecht, wie Hartig meinte.

Dass Olbertz als Kultusminister vor allem auf eine Überarbeitung der Curricula beim Bachelor gedrängt hat, hielt Hartig für vielversprechend. Bei gut gemachten Studiengängen sei es hinzunehmen, wenn sie nur sechs Semester dauerten. Ein schneller Wechsel auf acht Semester würde hingegen ein „Umtopfen“ der alten Studiengänge fördern. In der kommenden Woche soll Olbertz sich einem kleineren Kreis von Studierenden vorstellen. Hartig plädierte für einen vorzeitigen Amtswechsel: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Markschies bis zum Ende des Jahres weitermacht.“ Wann die Vizepräsidenten neu gewählt werden, steht laut Hartig noch nicht fest. Als Erstes werde die Stelle des Vizepräsidenten für Haushalt ausgeschrieben. Amtsinhaber Frank Eveslage will nicht mehr kandidieren.

An der Freien Universität wird am heutigen Mittwoch in Sachen Präsidentensuche ein großer Auftrieb erwartet. Die drei Anwärter auf das Amt – der FU-Germanist Peter-André Alt, der FU-Informatiker Raúl Rojas und aus Hannover die Politologin Christiane Lemke – stellen sich vor dem Kuratorium und dem Akademischen Senat öffentlich vor. Danach entscheiden die Gremien, wer für die Wahl am 12. Mai kandidieren darf. Nominiert wird, wer in einem Gremium mindestens ein Drittel der Stimmen bekommt.

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