Der Tagesspiegel : Hunderte protestierten gegen die NPD

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Senftenberg - Mehr als 500 Menschen haben am Sonnabend gegen einen Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD protestiert. Die Wendische Kirche im Stadtzentrum sei völlig überfüllt, berichtete die Senftenberger SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landeschefin Martina Gregor als Mitorganisatorin. Selbst vor dem Gotteshaus drängten sich die Menschen. Auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und PDS, Günter Baaske und Kerstin Kaiser, waren gekommen.

Zu dem Protest unter dem Motto „Für Demokratie und Toleranz – Senftenberg gegen Nazis“ hatte ein breites Bündnis aufgerufen. Neben Vertretern aller demokratischen Parteien sollten in der Wendischen Kirche Gewerkschafter, Schauspieler der Neuen Bühne Senftenberg und Kirchenvertreter sprechen. Nach dem Marsch der Neonazis wollten die Teilnehmer mit Besen symbolisch den „braunen Dreck“ aus der Stadt kehren. Am Bahnhof sammelten sich zur selben Zeit NPD-Anhänger, die einen sechs Kilometer langen Marsch durch die Stadt angemeldet hatten. Die Polizei war mit 1000 Beamten im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers gab es nur vereinzelte Zwischenfälle. Ein Beamter wurde durch einen Steinwurf verletzt, der Täter festgenommen. ddp

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