Hypo Real Estate : Geringes Interesse der Aktionäre an Bundes-Offerte

Der Bund hat mit seinem Übernahmeangebot an die Aktionäre der angeschlagenen Immobilienbank HRE bislang wenig Interesse geweckt. Bisher sagten die Inhaber von knapp 14 Prozent der Aktien zu.

Frankfurt/MainDer Bund halte damit insgesamt 22,6 Prozent des Grundkapitals, teilte der für das Angebot verantwortliche staatliche Banken-Rettungsfonds Soffin mit. Die Offerte gilt noch bis Montag 24 Uhr. In der Regel werden solche Übernahmeangebote aber erst wenige Stunden vor Ablauf angenommen.



Der Bund will die mit 102 Milliarden Euro staatlicher Garantien und Beteiligungen künstlich am Leben gehaltenen Immobilienbank vollständig unter seine Kontrolle bringen und bietet den Aktionären des Instituts einen Übernahmepreis von 1,39 Euro je Aktie, etwa zehn Prozent mehr als der eigentliche Börsenwert.

Per Gesetz hat sich der Bund mehrere Möglichkeiten bis hin zur Enteignung gesichert, um die privaten Investoren aus der Bank zu drängen. Denn HRE-Großaktionär J.C. Flowers, der etwa 14 Prozent an der HRE hält, will seine Aktien nicht abgeben und notfalls gerichtlich gegen die drohende Enteignung vorgehen. Der US-Investor ist nach eigenen Angaben überzeugt, dass die HRE mehr wert ist als die gebotenen 1,39 Euro je Aktie und dass die Bank nach ihrer Sanierung wieder ein erfolgreiches Unternehmen werden kann. (cl/Reuters)