Der Tagesspiegel : In Horstwalde wird geböllert

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Horstwalde. Im brandenburgischen Horstwalde (Kreis Teltow-Fläming) entsteht das größte Versuchsgelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Auf dem Areal sollen das Brandverhalten von Feuerwerkskörpern und die Sicherheit von Transportbehältern für abgebrannte Kernbrennstoffe untersucht werden.

Von den Versuchen geht keine Gefahr für Mensch und Umwelt aus, betonte BAM-Sprecher Jürgen Lexow am Mittwoch vor der Grundsteinlegung in Horstwalde (Teltow-Fläming). Früher wurde das über 1000 Hektar große Gelände militärisch genutzt. In der Nähe ist noch ein Munitionsbeseitigungsdienst untergebracht. Die Kosten für das Projekt der Bundesanstalt, die ihren Sitz in Berlin hat, liegen bei etwa 12 Millionen Euro. Auf dem Areal entstehen zunächst Versuchsanlagen auf dem Sprengplatz und ein Sprengstofflagerbunker, im zweiten Bauabschnitt ein Fallturm für Großbehälter und ein Brandprüfstand.

Bei den Versuchen soll unter anderem Feuerwerk klassifiziert werden. Dazu werden die Sprengkörper auf einen „Scheiterhaufen“ gelegt und es wird beobachtet, ob sie abbrennen oder explodieren. Nach dem Brandverhalten richten sich die Auflagen für Herstellung, Transport und Lagerung. Mit solchen Tests könnten Feuerwerksunglücke wie im niederländischen Enschede verhindert werden, erklärte der BAM- Sprecher. Transportbehälter für abgebrannte Kernbrennstoffe – etwa der „Castor“ – werden dagegen in Fallversuchen geprüft. Allerdings, ohne dass sie radioaktive Substanzen enthielten. dpa

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