Inaugurationsschwur : Eidesformel mit Stolpersteinen

Wer war schuld, Barack Obama oder der Oberste Richter John Roberts? Nach einer holprigen Vereidigungszeremonie stand für US-Medien am Mittwoch schließlich fest: Richter Roberts war schuld.

Obama Eid
Versprecher bei der Inauguration. Obama und Richter Roberts verwirrten sich gegenseitig.Foto: AFP

WashingtonKurze Verwirrung in den wichtigsten Minuten der offiziellen Amtsübernahme des 44. US- Präsidenten am Dienstag: Bei der Eidesformel kommt Barack Obama durcheinander.

Zuerst hatte sich der 44. Präsident etwas ungeduldig gezeigt: Er sprach dem Richter die ersten zwei Worte der Eidesformel "Ich, Barack..." nach, bevor Roberts überhaupt den Beginn des Textes ganz aus seinem Mund gebracht hatte. So sagte Obama die Worte gleich ein zweites Mal. Dann folgte eine kurze verlegene Stille, bevor Roberts den nächsten Teil der nur aus 35 Worten bestehenden Formel vorzusprechen begann.

Beidseitige Konfusion

Der Haken: Er brachte den Text durcheinander und versetzte das Wort "getreulich" aus der Mitte an das Ende, was wiederum Obama verwirrte. Er sprach einen Teil des Satzes nach, pausierte dann und blickte den Richter fragend an. Der half prompt nach - nur brachte er die Formel erneut nicht ganz hin: Diesmal ließ er das Wort "verwalten" aus.

Obama gab dann sozusagen nach: Er wiederholte schlicht die Worte des Richters in der ersten falschen Version. Danach ging alles glatt. Obamas Eidesformel lautete korrekt: "Ich, Barack Hussein Obama, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe." (hyc/dpa)