Innere Sicherheit : Nach zehn Terrorverdächtigen wird noch gesucht

Im Zusammenhang mit den jüngsten vereitelten Terror-Anschlägen in Deutschland wird laut Bundesinnenministerium noch nach etwa zehn Verdächtigen gefahndet. Die gesuchten Islamisten sollen sich in Deutschland und zum Teil im Ausland aufhalten.

BerlinDer Staatssekretär im Innenministerium, August Hanning, bestätigte, dass noch zehn Verdächtige gesucht würden. "Ja, die Zahl stimmt ungefähr", sagte er auf eine entsprechende Frage im ARD- "Morgenmagazin". Es handele sich um Deutsche, Türken und andere Nationalitäten.

Nach dem Fahndungserfolg gehe "von dieser konkreten Zelle keine Gefahr mehr aus", sagte Hanning. Jedoch sei die Gefahr nicht gebannt. "Es bleibt der Auftrag, in Deutschland Anschläge durchzuführen, und dieser Auftrag beunruhigt uns." Der Staatssekretär betonte, auch der vereitelte Terroranschlag weise auf Gefahren durch das Internet hin. Über das Internet werde in der Islamistenszene "indoktriniert und kommuniziert".

Kurz vor dem Jahrestag der Anschläge des 11. September 2001 hatten die Sicherheitsbehörden Bombenattentate auf US-Bürger in Deutschland vereitelt. Drei mutmaßliche islamistische Terroristen wurden nach monatelangen Ermittlungen im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) gefasst. Sie hätten aus Hass auf die USA gleichzeitig Autobomben vor mehreren US-Einrichtungen zünden und so ein möglichst großes Blutbad anrichten wollen, sagten Generalbundesanwältin Monika Harms und der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, gestern in Karlsruhe. (mit dpa)