Internet-Konzerne : Yahoo geht's besser

Der große amerikanische Internet-Konzern Yahoo befindet sich trotz eines leichten Gewinnrückgangs im dritten Quartal auf dem Weg der Besserung. Um mit Google auf Augenhöhe zu ziehen, reicht es dennoch nicht ganz.

Angeführt von Firmengründer Jerry Yang (38), der erst im Juni den Spitzenjob vom langjährigen Konzernchef Terry Semel übernommen hatte, profitierte Yahoo von höheren Online-Werbeeinnahmen, Akquisitionen und einer neuen Werbe-Software. Yahoo kann allerdings ebenso wie Microsoft im lukrativen Suchanzeigen-Geschäft nach wie vor nicht zu dem dominierenden Branchenführer Google aufschließen. Außerdem verbuchen populäre Web-Sites wie MySpace, Facebook und YouTube immer höhere Werbeeinkünfte.

Yahoo hat im dritten Quartal 2007 im Jahresvergleich einen kräftigen Umsatzanstieg von zwölf Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) verbucht. Der Gewinn fiel jedoch auf 151 Millionen Dollar von 159 Millionen vor einem Jahr, wie Yahoo nach Börsenschluss bekanntgab.

Erwartungen der Börse übertroffen

Mit den Zahlen übertraf Yahoo die Wall-Street-Erwartungen deutlich. Die Yahoo-Aktien schossen nachbörslich um 8,95 Prozent auf 29,08 Dollar in die Höhe. Die Anleger schöpften Hoffnung, dass es jetzt bei dem größten amerikanischen Web-Portal-Betreiber wieder aufwärts gehen wird.

Yahoo gab auch neue Werbevereinbarungen mit der Website WebMD sowie mit Cars.com, mit Forbes.com und dem Medienunternehmen Ziff-Davis Media bekannt.

Der Neunmonatsumsatz stieg auf 5,1 (4,7) Milliarden Dollar. Yahoo verdiente in den ersten neun Monaten dieses Jahres 454,3 (482,7) Millionen Dollar oder 32 (33) Cent je Aktie. (mit dpa)