Investment : Windhorst-Firma wird Großaktionär bei Air Berlin

Die Beteiligungsfirma Vatas ist zum größten Einzelinvestor der Fluggesellschaft Air Berlin aufgestiegen. Mit an Bord ist auch Lars Windhorst - Deutschlands einstiger Vorzeigejungunternehmer ist Geschäftsführer bei Vatas.

Lars Windhorst
"Wunderkind" Lars Windhorst. -Foto: dpa

BerlinZum 2. Januar habe Vatas einen Anteil von 15,4 Prozent der Stimmrechte gehalten, teilte Air Berlin in Berlin mit. Die Berliner Investmentfirma ist damit größter Aktionär der Billigfluglinie. Vatas habe die Anteile die über die Unternehmenstochter Haarlem One erworben. Seitens der Fluggesellschaft gab es zunächst keine weiteren Informationen über die Intentionen des Finanzinvestors. Auch bei Vatas war niemand zu einer Stellungnahme bereit.

Wunderkind der 90er

Vatas Geschäftsführer Lars Windhorst war in den 1990er Jahren bekannt geworden, als er mit 16 Jahren ein Unternehmen für Computerzubehör gründete, aus dem ein weit verzweigter Konzern mit etwa 90 Millionen Euro Umsatz pro Jahr entstand. Vor einigen Jahren hatte Windhorst dann aber für einen Teil seiner Firmen Insolvenz anmelden müssen.

Die Börsen reagierten zunächst positiv auf die Neuigkeiten. Die Aktien von Air Berlin verzeichneten einen Kurssprung von mehr als sechs Prozent. Die Papiere der Fluggesellschaft gehörten nach einem Kurseinbruch von 25 Prozent im vergangenen Jahr zu den großen Verlierern im Kleinwerteindex SDax.

Weit gestreutes Portfolio

Neben Vatas ist die Deutsche Bank der größte Anteilseigner bei Air Berlin. Das Kreditinstitut hält über diverse Fondsbeteiligungen insgesamt 15 Prozent an Air Berlin. Die Beteiligungsgesellschaft Vatas ist bereits Großaktionär beim Internetdienstleister Freenet sowie beim Pflegeheimbetreiber Curanum. (iba/dpa)