Der Tagesspiegel : Investoren entdecken Brandenburg

Thorsten Metzner

Potsdam - Brandenburg wird attraktiver für Investoren aus dem Ausland. Nach aktuellen Erhebungen der Zukunftagentur (ZAB), dem für Wirtschaftsförderung zuständigen Landesunternehmen, gibt es im Land bereits 308 größere Firmen in ausländischer Hand – Tendenz steigend. „Wir sind gut im Geschäft. Und Abwanderung, etwa nach Osteuropa, ist kein Thema“, sagte ZAB-Geschäftsführer Detlef Stronk am Freitag. Allein 2007 hätten 17 ausländische Firmen in neue oder vorhandene Werke 178 Millionen Euro investiert und 923 neue Jobs geschaffen. Jeder vierte neue Job, den die ZAB 2007 vermeldete, geht damit laut Stronk auf nicht-deutsche Investoren zurück.

Auch 2008 setze sich das Interesse mit „neun Auslandsinvestitionen“ (103 Millionen Euro, 407 neue Jobs) fort. Bei den Herkunftsländern gibt es allerdings neue Entwicklungen. Zwar führen traditionelle „westliche“ Länder die Tabelle an, Spitzenreiter sind die USA mit 57 märkischen Firmen, gefolgt von Holland (37), der Schweiz (33), Österreich (32) und Frankreich (30). Doch heißt es inzwischen zunehmend auch für osteuropäische Firmen „Go West, to Brandenburg“, so dass mittlerweile acht märkische Firmen in polnischem Besitz, acht in indischer und sechs in russischer Hand sind.

Nach einer Umfrage der ZAB, an der sich 90 ausländische Investoren beteiligten, sind 50 Prozent mit ihren Geschäften in Brandenburg zufrieden, weitere 30 Prozent sogar „sehr zufrieden“. Stronk hob hervor, dass laut Umfrage die meisten Auslandsfirmen im Land „keine verlängerten Werkbänke“, sondern in Personal oder Vertrieb eigenständig seien. Thorsten Metzner

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