Inzest-Fall : Fritzl-Tochter will zu Robbie Williams

Gerade ist die 19-jährige Tochter des Inzest-Täters Josef Fritzl dem künstlichen Koma erwacht, da überrascht sie mit einem ganz normalen Mädchen-Wunsch: Ein Besuch beim Robbie-Williams-Konzert.

Williams
Robbie Williams. -Foto: dpa

K. Fritzl, erstaunte schon kurz nach ihrem Erwachen aus dem künstlichen mit einem Wunsch: Sie wolle auf ein Konzert von Robbie. Außerdem wünscht sich die junge Frau eine Bootstour. Das berichtet der englische Guardian auf seiner Internetseite.
 
Die Tochter des Inzesttäters Josef Fritzl lebt schon wieder bei ihrer Mutter und den anderen Geschwistern. Die 19-Jährige habe so große Fortschritte gemacht, dass sie am Sonntag von der Intensivstation zu ihrer im Landesklinikum Amstetten lebenden Familie gebracht werden konnte, sagte der behandelnde Arzt und Intensivmediziner Albert Reiter bei einer Pressekonferenz. Es sei für ihn ein ganz besonderer Augenblick gewesen, als er mit K. Fritzl im Arm die Schwelle zur neuen Wohnung überschreiten konnte: "Die Schwelle in ein neues Leben."

Seit 1. Juni ist sie wach

K. hatte nach Angaben der Ärzte Mitte Mai zum ersten Mal die Augen geöffnet und erwachte am 1. Juni aus dem künstlichen Koma. Die Mutter habe in den vergangenen Wochen häufig bei ihr am Bett gesessen und sie motiviert, bei ihrer Heilung mitzuhelfen. Die junge Frau brauche noch weitere Behandlung, könne aber bereits normal am Familienleben teilnehmen. "Es ist für alle ein Wunder, dass K. so schnell im Kreise ihrer Familie sein konnte", sagte der Rechtsanwalt der Familie, Christoph Herbst.

Die junge Frau ist das älteste der sieben Kinder, die der Österreicher Josef Fritzl (73) mit seiner Tochter zeugte. Er hielt die 42-Jährige 24 Jahre lang in einem Kellerverlies in seinem Wohnhaus in Amstetten gefangen und vergewaltigte sie immer wieder. Auch K. wuchs in dem Kellerverlies auf. Als sie Mitte April bleich und kaum ansprechbar in die Klinik von Amstetten kam, wurden die Behörden auf das Inzest-Drama aufmerksam. Sie litt an dem Versagen mehrerer lebenswichtiger Organe und schwebte wochenlang in Lebensgefahr. Ihr Arzt Albert Reiter sagte laut Guardian, er erwarte, dass K. Fritzl sich normal entwickeln und keine bleibenden Schäden haben würde. Sie soll lesen und schreiben und sich gut verständigen können. (mpr/dpa)