Irak : Britische Soldaten ziehen offenbar aus Basra ab

Die britischen Truppen sollen mit dem Abzug ihrer Truppen aus ihrem Hauptquartier in der südirakischen Stadt Basra schon begonnen haben. Der frühere britische Generalstabschef Mike Jackson erklärte die Irak-Politik Washingtons zuvor für "intellektuell bankrott".

LondonDie britischen Truppen haben nach einem BBC-Bericht mit dem Abzug ihrer Truppen aus ihrem Hauptquartier in der südirakischen Stadt Basra begonnen. Der Sender berief sich auf den Sicherheitschef der Provinz Basra. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in London wollte die Informationen nicht bestätigen. Er sagte lediglich, das Ministerium äußere sich nicht zu einer "laufenden Operation". Auch die britische Nachrichtenagentur Press Association meldete unter Berufung auf Regierungskreise in London, das der Abzug im Gange sei.

Britische Generäle hatten die Irak-Politik der USA am Wochenende scharf kritisiert. Der frühere britische Generalstabschef Mike Jackson bezeichnete die Irak-Politik Washingtons als "intellektuell bankrott", wie die Zeitung "The Daily Telegraph" in ihrer Samstagsausgabe berichtete. Generalmajor a.D. Tim Cross sagte dem "Sunday Mirror", bereits bei der Vorbereitung der Invasion hätten viele das Gefühl gehabt, dass die Pläne der Vereinigten Staaten für die Nachkriegszeit "fatale Schwächen" aufgewiesen hätten.

Im Irak sind rund 5500 Briten stationiert, die meisten von ihnen in Basra. Das dortige Kontingent soll bis zum Jahresende auf rund 5000 verringert werden, ihr neuer Stützpunkt soll am Flughafen der Stadt sein. Seit der US-geführten Invasion im März 2003 kamen im Irak 159 britische Soldaten ums Leben. (mit AFP) (mit dpa)