Irak : Groß-Offensive gegen Al Qaida gestartet

Rund 10.000 amerikanische und irakische Soldaten haben eine massive Offensive gegen Terror-Zellen im Norden von Bagdad gestartet. Ziel ist es, "die Bedrohung der Bevölkerung durch Al Qaida zu beenden".

BagdadRund 10.000 amerikanische und irakische Soldaten haben am Morgen eine Offensive gegen Al-Qaida-Zellen im Norden von Bagdad gestartet. Dabei rückten sie mit Bodentruppen, Panzern und Kampfhubschraubern in Bakuba, der Hauptstadt der Provinz Dijala, ein. 22 mutmaßliche Aufständische wurden in den ersten Stunden der Militäroperation "Arrowhead Ripper" (Pfeilspitze) in der Umgebung der 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt getötet, teilte das US-Militärkommando in Bagdad mit.

Aber auch die irakischen Verbände hatten Verluste. Bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi in Chalis, 62 Kilometer östlich von Bagdad, starben sechs Soldaten, 16 weitere wurden verletzt, bestätigten irakische Militärquellen. Ziel der groß angelegten Operation sei es, "den Einfluss von Al Qaida in der Provinz zu brechen und die Bedrohung der Bevölkerung durch Al Qaida im Irak zu beenden", erklärte General Mick Bednarek, der Vize-Kommandeur der an der Operation beteiligten 25. US-Infanteriedivision.

Die Provinz Dijala war zu einer Hochburg von Aufständischen und Al-Qaida-Kämpfern im Irak geworden, seit die Amerikaner ihre Truppen vor mehreren Monaten in der Hauptstadt Bagdad zusammengezogen hatten. Die Verstärkung der US-Militärpräsenz in Bagdad sollte die Sicherheitslage dort erheblich verbessern, brachte aber bislang eher mäßige Ergebnisse. (mit dpa)