Irak : Vier US-Soldaten getötet

Bei einer Patrouille sind in Bagdad vier amerikanische Soldaten und ein irakischer Übersetzer getötet worden. US-Truppen nahmen drei mutmaßliche schiitische Milizionäre gefangen.

BagdadAufständische haben in Bagdad vier amerikanische Soldaten und einen irakischen Übersetzer getötet. Das US-Militärkommando in der irakischen Hauptstadt teilte mit, neben der Patrouille der Soldaten sei bei Kampfhandlungen im Osten der irakischen Hauptstadt gestern ein Sprengsatz detoniert.

Die US-Truppen nahmen in Bagdads Al-Amel-Viertel nach eigenen Angaben drei mutmaßliche schiitische Milizionäre gefangen. Sie gehörten zu einer Einheit, die Waffen und Munition aus dem Iran in den Irak bringe, Sunniten getötet und die US-Truppen angegriffen hätte. Die Extremisten sind zudem in der Miliz Mahdi-Armee des radikalen Predigers Muktada al-Sadr, dessen Bewegung mit 30 Abgeordneten im Parlament vertreten ist.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte unterdessen, die Terroristen befänden sich dank der Arbeit der Sicherheitskräfte auf dem Rückzug. Viele Extremisten hätten bereits in Nachbarländern Zuflucht gesucht. Die regierungsnahe Zeitung "Al-Sabah" zitierte den schiitischen Regierungschef mit den Worten: "Wir sind gegen eine Spaltung zwischen den  Religionsgruppen, wir stehen nicht auf der Seite der Terroristen und unsere Politik diskriminiert niemanden." (mit dpa)