Islam : "Tag der offenen Moschee" verzeichnet Besucherrekord

Rund 100.000 Menschen sind am "Tag der offenen Moschee" in die muslimischen Gotteshäuser in Deutschland geströmt - mehr als jemals zuvor.

Moschee
Das Gespräch mit den Bürgern suchen: Gläubige in der Berliner Sehitlik Moschee. -Foto: dpa

KölnBeim bundesweiten "Tag der offenen Moschee" haben die Veranstalter einen Besucherrekord verzeichnet. Rund 100.000 Menschen nahmen am Tag der Einheit an den Führungen teil oder sahen sich die Ausstellungen, Büchermärkte und Folklore-Darbietungen an, wie der Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland (KRM), Bekir Alboga, sagte. "Es gab viele gute Gespräche", erklärte auch Ögütlü Seyfi vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). Vorurteile seien abgebaut worden. Am Aktionstag unter dem Motto "Moscheen - Brücken für eine gemeinsame Zukunft" waren deutschlandweit etwa 2000 muslimische Gotteshäuser geöffnet.

Die Integrationsdebatte habe sich versachlicht, es seien weniger provozierende Fragen gestellt worden, sagte Alboga. Auch in der Ditib-Moschee in Köln, um deren Neubau es seit Monaten öffentlichen Streit gibt, hätten die Muslime ein "deutlich offeneres Verhalten" von den Besuchern verspürt. In Deutschland leben über drei Millionen Muslime, rund ein Drittel davon in Nordrhein-Westfalen.

Mit der alljährlichen Aktion am Tag der Deutschen Einheit wollen die Muslime den Dialog anbieten und zugleich ihr Selbstverständnis als Teil Deutschlands hervorheben. (mit dpa)