Islamabad : Flugzeug von Pakistans Präsident beschossen

Anschlagsversuch auf den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf: Die Maschine des Präsidenten ist offenbar mit Flugzeugabwehrwaffen beschossen worden.

Islamabad Unbekannte haben in Islamabad nach Angaben aus Sicherheitskreisen das Flugzeug des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf beschossen. Die Maschine, die gerade abgehoben hatte, sei nicht getroffen und Musharraf nicht verletzt worden, berichteten pakistanische Medien. Ein Polizeioffizier, der nicht genannt werden wollte, bestätigte den Beschuss. Die Polizei habe auf dem Dach eines Hauses nahe der Luftwaffenbasis Chaklala Flugzeugabwehrwaffen gefunden, sagte er. Zwei Männer und eine Frau seien beobachtet worden, wie sie nach den Schüssen das Haus verließen. Musharraf hat bereits mehrere Anschläge radikal-islamischer Muslime überlebt.

Das Militär nannte Berichte über den Attentatsversuch spekulativ. Der Präsident wollte nach Medienangaben nach den schweren Überflutungen der vergangenen Tage die betroffene Region in der südpakistanischen Provinz Belutschistan besuchen.

Unklar blieb zunächst, ob es einen Zusammenhang mit den Kämpfen um die Rote Moschee im Zentrum der Hauptstadt gab. Die Koranschüler dort verweigern weiterhin die Kapitulation. Sicherheitskräfte beschossen den Koranschulen-Komplex mit Maschinengewehren und Mörsern, um den Druck auf die Fanatiker zu erhöhen. Nach Angaben der Moscheeleitung kamen bei dem Mörserbeschuss mindestens 30 Koranschülerinnen ums Leben. (mit dpa)