IT-Technik : Computerfirmen gegen Klimawandel

Mit einem ungewöhnlichen Bündnis wollen sich die führenden Computerkonzerne der USA gegen den Klimawandel engagieren. Unter anderem soll ein spezieller Ruhe-Modus bis zu 60 Prozent der Energie sparen.

San FranciscoDie großen US-Computerkonzerne wollen sich künftig für den Bau von stromsparenden Rechnern einsetzen. Microsoft, IBM, Intel, Google und Yahoo schlossen sich zusammen mit rund zwanzig weiteren Firmen und Organisationen einer solchen Klimaschutz-Kampagne an. Die Climate Savers Computing Initiative will den Kohlendioxid-Ausstoß von Computern und Computerteilen um rund zehn Prozent senken. Damit würden Millionen Tonnen an Kohlendioxid vermieden. Heutzutage verschwende ein durchschnittlicher PC rund die Hälfte seiner Energie, erklärte Google-Manager Urs Holzle. Künftig könnten die Computer etwa mit einem Spezial-Ruhe-Modus bis 60 Prozent Energie sparen.

Zu den Firmen, die sich an der Initiative beteiligen, gehören auch Hitachi, Ebay, Fujitsu, AMD und Dell. Jeder Computer-Nutzer kann die Initiative außerdem unter www.climatesaverscomputing.org unterstützen. Die Aktion ist Teil einer Kampagne des World Wildlife Fund (WWF), bei der Firmen weniger Kohlendioxid ausstoßen wollen. Nun sei diese Kampagne erstmals auf eine komplette Branche angewendet worden, sagte WWF-Vizepräsident John Donoghue. Laut Intel-Vizepräsident Pat Gelsinger soll mit der Initiative bis 2010 so viel Kohlendioxid eingespart werden wie elf Millionen Autos ausstoßen.