Der Tagesspiegel : Jährlich 300 neue Lehrer für die Schulen

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Potsdam – Auch wenn überall gespart wird, dürfen sich Brandenburgs Schüler auf neue Lehrer freuen: Ungeachtet des drastischen Abbaus von Lehrerstellen im Land sollen jährlich rund 300 junge Lehrkräfte unbefristet eingestellt werden, teilte Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage mit. So solle der hohe Altersdurchschnitt gesenkt werden.

Zum Beginn des neuen Schuljahres sind Reiche zufolge bereits 260 neue Lehrer hinzugekommen. An den staatlichen Schulen der Mark gibt es insgesamt über 25 000 Lehrer. Rund 3000 von ihnen unterrichten an Berufsschulen. 64 Lehrkräfte sind so genannte Quereinsteiger. Insgesamt hätten im vergangenen Schuljahr 987 Pädagogen nur über befristete Arbeitsverhältnisse verfügt. Welche davon befristet weitergeführt werden oder wo die Befristung aufgehoben wird, lasse sich gegenwärtig noch nicht sagen. Die Entscheidung darüber werde in den landesweit sechs staatlichen Schulämtern getroffen, sagte der Bildungsminister.

Als weitere Neuerung wird in Brandenburg offenbar überlegt, Kinder künftig schon mit fünf Jahren einzuschulen. Wie das Magazin „Focus“ berichtet, plant Reiche eine Änderung des Schulgesetzes, die das „Recht auf den individuellen Schuleintritt“ festschreibt. Mit seinem Vorstoß wolle Reiche die Begabten fördern. „Wir müssen die hoch motivierten Schüler früher in die Schule bekommen“, sagte der Minister. In Berlin schreibt das seit September gültige Schulgesetz ebenfalls vor, Kinder bereits im Alter von fünfeinhalb Jahren einzuschulen. ddp/Tsp

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