Der Tagesspiegel : Jagdschloss Stern leuchtet wieder

Am Sonntag wird das Anwesen nach längeren Bauarbeiten mit einem Fest eröffnet

Potsdam - Das Jagdschloss Stern im gleichnamigen Neubauviertel in Potsdams Norden kann in diesem Jahr erstmals an ausgewählten Sonntagen besichtigt werden. Zum Auftakt am morgigen Sonntag gibt es am 12 Uhr in der Jagdhausstraße ein Familienfest. Bis 18 Uhr finden Führungen durch das kleine Schmuckstück in Form eines schlichten holländischen Ziegelbaus statt.

Für die Vorsitzende des Fördervereins, Christine Färber, sind die regelmäßigen Öffnungen des fast vergessenen Anwesens im Besitz der Schlösserstiftung „ein großer Erfolg“. Allerdings sei es bis zur angestrebten Nutzung als kulturelles Zentrum für die nördlichen Potsdamer Wohngebiete noch ein weiter Weg, sagte sie. Zuerst müssten die aus DDR-Zeiten stammenden gesundheitsschädlichen Holzschutzmittel auf dem Dachboden beseitigt werden. Der Dachstuhl wurde zwar abgedichtet, aber die giftigen Stäube lassen in den darunter gelegenen Schlossräumen dennoch nur einen Aufenthalt von maximal zwei Stunden zu. Konzerte oder längere Vorträge scheiden daher aus.

Das Schloss ließ sich Friedrich Wilhelm I. als Unterkunft bei der Jagd von 1730 bis 1732 errichten. Es erhielt seinen Namen von einem Wegestern. Bis heute hat sich das originale Interieur nahezu vollständig erhalten. Neben einem größeren Saal beherbergt das Haus ein Schlafgemach, ein Adjutantenzimmer und eine Küche. In die Holztäfelung des Saales sind fünf Gemälde eingelassen, die den König bei der Jagd zeigen. Geschnitzte und vergoldete Geweihe schmücken den Raum. Ste.

Geöffnet am 3. 6., 17. 6., 1. 07., 26. 8., 9. 9., 23. 9. und 7. 10. von 14 bis 18 Uhr. Auskünfte unter Tel. 0331/626 2653 (Förderverein) und bei www.jagdschloss-stern.de

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