Joachimsthal : Polizei taucht nach vermisstem Bankräuber

Im Grimmitzsee bei Joachimsthal sucht eine Spezialeinheit der Polizei nach der Leiche eines Bankräubers. Der Mann soll 2008 von einem Komplizen in dem See versenkt worden sein.

Eine Spezialeinheit der Brandenburger Polizei hat am Dienstag mit der Suche nach dem Leichnam eines Bankräubers im Grimnitzsee bei Joachimsthal (Landkreis Barnim) begonnen. Nach Polizeiangaben suchten Taucher in dem mehrere Hektar großen Gewässer nördlich von Berlin nach dem Leichnam eines Mannes, der seit einem Überfall auf eine Bank in Schleswig-Holstein im Jahr 2008 vermisst wird. Bei ihm soll es sich einem Polizeisprecher zufolge um den dritten Mann eines Räubertrios aus Mecklenburg-Vorpommern handeln, das mehrere Banküberfälle im Bundesgebiet begangen hat. Zwei der Täter sind derzeit vor dem Landgericht Stralsund angeklagt. Der dritte soll während eines Überfalls auf eine Sparkasse in Todenbüttel (Landkreis Rendsburg-Eckernförde) im Februar 2008 gestorben und von seinen Komplizen in dem See versenkt worden sein. 

Dass der Mann im Grimnitzsee liegt, hatte am Freitag vergangener Woche einer der Angeklagtne in einem Geständnis vor Gericht ausgesagt. Sein Komplize sei bei einem Überfall bewusstlos zusammen gebrochen und noch in der Bankfiliale gestorben, sagte er. Anschließend hätte er den Toten gemeinsam mit einem weiteren Täter nach einer Irrfahrt durch Deutschland in dem See in Nordbrandenburg versenkt. Sie hätten verhindern wollen, dass sie aufgrund von DNS-Spuren an der Leiche identifiziert werden könnten, sagte der 55-jährige Anklagte. 

Im Prozess sind die beiden Männer aus Mecklenburg-Vorpommern wegen dreier Überfälle auf Sparkassenfilialen angeklagt. Bei ihren bewaffneten Raubzügen in Göhren auf Rügen, in Schmiedefeld (Thüringen) und in Todenbüttel (Schleswig-Holstein) sollen sie insgesamt 390.000 Euro erbeutet haben. (ddp)

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