Jüdisches Museum : "Charlotte Salomon - Leben? oder Theater?"

Das Jüdisches Museum Berlin zeigt ab heute eine Sonderausstellung über Charlotte Salomon. Dabei handelt es sich um eine autobiografisch geprägte Bildererzählung der in Berlin geborenen jüdischen Künstlerin.

BerlinDie 1325 sogenannten Gouachen - davon werden 277 gezeigt - waren zwischen 1940 und 1942 in Südfrankreich entstanden, wohin Charlotte Salomon vor den Nationalsozialisten geflohen war. Von dort wurde sie im Oktober 1943 nach Auschwitz deportiert und vermutlich noch am Tag ihrer Ankunft ermordet worden.

Ihr künstlerisches Werk hatte sie vor der Verhaftung ihrem Arzt anvertraut. Die Eltern, Albert Salomon und Paula Lindberg-Salomon, die in den Niederlanden überlebten, übergaben 1971 das Vermächtnis ihrer Tochter dem Joods Historisch Museum in Amsterdam. Die Schau ist bis zum 25. November in Berlin zu sehen. (mit ddp)