Der Tagesspiegel : JUSTIZ

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Wegen Mordes aus Eifersucht wurde der Ukrainer Nikolaj G. zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 30Jährige habe seinen Nebenbuhler Maximilian B. (43) im November vergangenen Jahres auf einem dunklen Pfad in Neukölln heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen mit einem harten Gegenstand erschlagen, urteilte gestern das Berliner Landgericht. Danach nahm er ihm Ausweis und Geldbörse ab, um die Identifizierung zu erschweren. Es sei eine Tat aus „krasser Eigensucht“ gewesen. Aus Sicht der Richter wollte er die Frau, die sich von ihm getrennt und dem anderen zugewandt hatte, für sich allein haben. Der Gelegenheitsarbeiter G. hatte die Vorwürfe bestritten. Das Gericht sieht ihn aber auf Grund der am Tatort gefundenen DNA- Spuren überführt.K. G.

Drogenabhängiger gestand

sechs Drogerie-Überfälle

Nur ein halbes Jahr nach einer Haftentlassung wurde ein 42-jähriger Kfz-Schlosser wieder kriminell: Zwischen 15. November und 13. Dezember letzten Jahres soll er in Wedding, Prenzlauer Berg, Tiergarten und Friedrichshain sechs bewaffnete Überfälle auf Drogeriemärkte verübt haben. Vor dem Berliner Landgericht gestand er gestern: „Ich habe die Taten nur begangen, weil ich heroinabhängig war.“ Laut Anklage erbeutete er rund 4200 Euro. Der Schlosser hatte bis Mai 2004 eine Haftstrafe von fünf Jahren wegen eines Banküberfalls verbüßt. Der Prozess wird am 27. Juni fortgesetzt. K. G.

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