Der Tagesspiegel : Kanzler-Reise durch Ostdeutschland: Stolpe: Menschen wollen konkrete Auskünfte

Bei der Sommerreise des Bundeskanzlers durch Ostdeutschland erwarten die Menschen nach Einschätzung von Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) konkrete Aussagen zur Zukunft. Dazu gehöre die Frage an Gerhard Schröder (SPD), wie sich Unternehmen angesichts der EU-Osterweiterung wettbewerbsfähig machen können, sagte Stolpe in einem dpa-Gespräch. Außerdem werde die Einrichtung weiterer Übergänge an der Grenze zu Polen eine Rolle spielen.

Zur Haltung der Bevölkerung meinte Stolpe: "Sie erwarten keine Wunder und nicht, dass er zaubert." Schröder will mit Unterbrechungen vom 13. bis 24. August alle fünf neuen Länder sowie Städte in den angrenzenden Regionen Bayerns, Polens und Tschechiens besuchen. Im Mittelpunkt dieser zweiten Sommerreise durch den Osten soll die Osterweiterung der Europäischen Union (EU) stehen. In Brandenburg will der Kanzler Eberswalde, Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, Ratzdorf und Guben besuchen. Mit Blick auf die geplante Chipfabrik in Frankfurt (Oder) erhofft sich Stolpe eine flankierende Unterstützung durch die Bundesregierung.

Die Kanzler-Reise bietet aus Sicht des Potsdamer Regierungschefs eine wichtige Gelegenheit für Begegnungen. "Wir freuen uns." Mit den Grenzregionen und benachteiligten Gebieten habe sich Schröder "etwas ganz Tapferes vorgenommen". Trotz aller Skepsis überwiege in der Bevölkerung der Optimismus angesichts der Öffnung nach Osteuropa. "Es wird wichtig sein, dass der Kanzler Vertrauen in eine ruhige, stabile Entwicklung vermittelt", sagte Stolpe.

Schröder nehme den Aufbau Ost ernst. So seien die jüngsten Initiativen zum Stadtumbau und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vor allem ihm zu verdanken. Bereits die erste Tour durch Ostdeutschland im vergangenen Jahr sei für Schröder nützlich gewesen.

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